„Tschüss, Canan, tschüss, Hülya!“, rief Monika. „Bis morgen.“ „Bis morgen“, erwiderte ich und machte mich mit Canan an der Hand auf den Weg. Der Kindergarten ist wirklich eine tolle Erfindung! Was täten wir ohne ihn. Und doch laufe ich ständig der Zeit hinterher: Canan hinbringen, halbtags arbeiten, sie abholen, einkaufen, kochen, abwaschen, aufräumen — schon ist der Tag um. Man schläft, und am nächsten Morgen beginnt alles von vorne. Wie sehne ich immer die Wochenenden herbei. Ich stand an der Haltestelle, Canan spielte. Sie hatte den herunterhängenden Telefonhörer in einer Zelle an der Ecke entdeckt. Unentwegt rannte sie hin, sprach etwas in den Hörer und rannte wieder zurück. Warum nicht, sagte ich mir. Sie kann höchstens hinfallen und sich ein paar Kratzer holen. Dennoch behielt ich sie im Auge. Plötzlich sah ich — verlor sie die Orientierung? wollte sie meine Reaktion testen? —, wie sie in entgegengesetzter Richtung auf die Fahrbahn lief. Vor Schreck hielt ich die Luft an. Im Nu hatte ich sie eingeholt und schüttelte sie heftig an den Schultern. „Bist du verrückt geworden?“ Sie wurde kreidebleich und begann zu weinen. Zum Glück war die Straße kaum befahren. Ein einziges Auto nur war herangekommen und hatte angehalten. Ich nahm Canan auf den Arm und trug sie zurück zur Haltestelle. Meine Beine zitterten. Der Bus kam. Auch im Bus schlug mein Herz noch heftig. Nach einer Weile schmiegte sich Canan schluchzend an mich. Durch meine Aufregung spürte sie, daß sie etwas Gefährliches getan hatte und wollte sich mit mir versöhnen. Ich nahm sie auf den Schoß, und sie legte ihre Arme um mich. So saßen wir, bis wir ausstiegen. Während der Busfahrt fiel mir ein Film über Bären ein, den ich einige Tage zuvor im Fernsehen gesehen hatte. Bärinnen sind überaus fürsorgliche Mütter. Keinen Augenblick lassen sie ihre Jungen aus den Augen, offenbar nicht mal im Schlaf. Die Kleinen waren wirklich sehr drollig. Sie tanzten auf ihrer Mutter herum, bissen sie in die Nase, während die Bärin sie ungehindert gewähren ließ. Doch als sich eines der Jungen plötzlich weiter entfernte, sprang sie in heller Wut auf. Laut brummend setzte sie ihm in großen Sprüngen nach und warf es mit einem gewaltigen Prankenhieb durch die Luft zu den anderen zurück. Das Kleine heulte herzzerreißend, denn seine Mutter war nicht gerade sanft mit ihm verfahren. Diese jedoch legte sich in aller Ruhe wieder hin. Eine Zeit lang versteckte sich das Kleine beleidigt hinter einem Baum. Bald langweilte es sich jedoch und tapste schuldbewusst zur Mutter zurück, um zusammen mit seinen Geschwistern winselnd nach ihren Zitzen zu suchen. Da drehte die Bärenmutter sich auf den Rücken, umschloss ihre Jungen mit den Vorderpranken und säugte sie. Innerhalb bestimmter Grenzen dürfen die Bärenjungen alles, aber auch wirklich alles. Eines von ihnen wollte wissen, was geschieht, wenn es seine Grenzen überschreitet, und musste schmerzhaft dafür bezahlen. Im Grunde habe ich nicht anders reagiert. Was für den Bären die Wildnis ist, ist für Canan der Verkehr. Als sie diese gefährliche Grenze überschritt, war auch ich drauf und dran, Gewalt anzuwenden. Doch innerhalb dieser Grenze will ich Canan nicht zu viel verbieten. Neugier ist ein wichtiger Motor der Entwicklung. Auch wir Erwachsenen lernen an diesen Grenzen: was ist hinter dieser Mauer, diesem Hügel, hinter dem Horizont? Dass Feuer brennt, eine Gabel piekt und Messer und Schere schneiden, kann ein Kind mit unserer Hilfe durch kontrolliertes Ausprobieren sehr wohl selbst lernen. Dass Canan sich mit der heißen Backofentür, mit Messer, Gabel und Schere auskennt, gibt mir und ihr Sicherheit, denn ich kann sie nicht immer im Auge haben. Aber eine gefährliche Verkehrssituation kann man nicht durch Ausprobieren meistern. Um dem Kind Grenzen deutlich zu machen, gibt es verschiedene Mittel: geduldiges Erklären, vernünftige Ratschläge, gutes Zureden und immer wieder ermahnen. Mit Geduld, Erfindungsgeist und ohne Gewalt. Kann man aber von einer Mutter mehrmals am Tag diese Geduld und Erfindungsgabe verlangen? Auch eine Mutter ist ein Mensch, und es ist völlig normal, wenn sie mal die Geduld verliert. Niemand fällt es leicht, sowohl verständnisvoll als auch entschieden und konsequent zu sein. Doch mit der Übung wird dieses Kunststück immer besser gelingen.
Die Großen achten, die Kleinen lieben
Bei uns in der Nähe gibt es einen preiswerten Laden. Ich beschloss, dort einzukaufen. Das war ein Fehler! Denn direkt am Eingang — richtig, Sie haben es erraten — steht ein Regal mit Kinderspielzeug. Kein Kind kommt daran vorbei. Schon lief Canan hin und fischte sich eine Plastikpuppe aus dem Krimskrams. „Mama, kauf sie mir“, bat sie. „Weißt du noch, was du mir versprochen hast? Du wolltest das nicht mehr tun“, ermahnte ich sie. Vor kurzem waren wir in einem anderen Laden genau in der gleichen Situation gewesen, und ich hatte ihr das Spielzeug gekauft, nur damit das Weinen und Schreien aufhörte. Da hatte sie mir versprochen, dies sei das letzte Mal gewesen. Ich hätte sie vor dem Betreten des Ladens daran erinnern sollen. „Nur noch diese eine Puppe“, bettelte sie. „Versprochen ist versprochen“, sagte ich, nahm die Puppe und wollte sie zurück ins Regal legen. Canan aber riss sie wieder an sich und schrie: „Dann mag ich dich nicht mehr!“ „Mach keinen Ärger, Kind. Komm, laß uns gehen“, erwiderte ich ruhig. Daraufhin warf sie sich auf den Boden und begann lauthals zu weinen. Die Leute drehten sich zu uns um, schüttelten die Köpfe. Man musste kein Wahrsager sein, um zu wissen, was in ihnen vorging: So ein Theater wegen eines billigen Spiel-zeugs! Oder gar: Warum können die Türken ihre Gören nicht richtig erziehen? Ich zögerte, wurde unsicher. Canan spürte das und heulte noch lauter. Ich überlegte: Wenn ich jetzt nachgäbe, würde sie sich daran gewöhnen, ihre Tränen als Waffe einzusetzen. Nein, auf keinen Fall sollte sie die Puppe bekommen. Doch einfach da liegen lassen konnte ich sie auch nicht. „Schau, Canan“, erklärte ich, neben ihr in die Hocke gehend, „du mußt dein Wort schon halten. Wie soll ich dir sonst das nächste Mal glauben, wenn du was versprichst?“ „Mir doch egal“, erwiderte sie trotzig und hielt sich mit beiden Händen die Ohren zu. Ich aber wußte, daß sie einen Spalt frei ließ und mich sehr wohl hören konnte. Zwei kräftige Schläge auf den Hintern und raus aus dem Laden, ging es mir durch den Kopf. Es kostete mich Kraft, diesem Impuls nicht zu folgen, aber ich beherrschte mich. Ich musste ihr Heulen aushalten und durfte den Kontakt nicht abbrechen lassen. Canan hatte sich in eine Situation hineingesteigert, mit der sie selbst alles andere als glücklich war, ohne aus eigener Kraft aus ihr herausfinden zu können. Um die Puppe ging es schon lange nicht mehr, nun wollte sie nicht das Gesicht verlieren. Ich musste ihr einen Ausweg zeigen, sie mit gutem Zureden aus dieser verzwickten Lage befreien. „Komm, mein Kind“, erklärte ich, „heute sind wir hier, um für das Abendessen einzukaufen. Ein anderes Mal gehen wir extra für eine Puppe los. Wir brauchen Jogurt, Salat und Oliven. Hilfst du mir, das zu suchen?“ Wohl sagte sie noch ein paar Mal „mir egal!“ und „ich will aber jetzt“, doch hatte ihre Wut spürbar nachgelassen. Schließlich stand sie auf. „Ich weiß, wo Jogurt ist“, sagte sie und ergriff meine Hand. Sie war verheult, aber spürbar erleichtert. Gemeinsam kauften wir ein. Ich hatte verhindert, dass sie sich etwas Schlechtes angewöhnt, ohne dass sie sich schwach und ohnmächtig zu fühlen brauchte. Achte die Großen, liebe die Kleinen, sagt ein Sprichwort. Das ist richtig, aber nicht vollständig. Wie wir von unserem Kind neben Achtung auch Liebe erwarten, müssen wir selbst neben Liebe auch Respekt vor seinen Rechten, seiner Neugier und seinem Drang zum Ausloten seiner Grenzen aufbringen.
Die Geschichte einer Regenjacke
Kaum waren wir zu Hause angelangt, bekamen wir Besuch von Ulla und ihrem Sohn Peter. „Wir schauen nur ganz kurz mal rein“, sagte Ulla, „ich habe hier in der Gegend was zu besorgen.“ Peter hatte Canan im Kindergarten anfangs ziemlich zu schaffen gemacht, dann aber wurden die beiden dicke Freunde — wie Ulla und ich. Peter und Canan verloren keine Zeit und waren längst in ihr Spiel vertieft, als ich Ulla beim Kaffee den Zwischenfall an der Haltestelle erzählte. „Ach, wenn sie doch nur schon ein wenig älter wäre, dann hätte ich meine Ruhe“, seufzte ich. „Denkste!“, widersprach Ulla. „Die Probleme hören nie auf, sie verlagern sich bloß auf andere Schauplätze. Weißt du, was mir heute früh mit Lisa passierte?“ Peters ältere Schwester Lisa ist zehn. „Neulich habe ich im Winterschlussverkauf eine hübsche, auf den halben Preis herabgesetzte Regenjacke für sie gekauft. Meine Lisa aber bedankte sich nicht mal. Und heute morgen, als es in Strömen goss, stand sie morgens ohne Jacke an der Tür. ‘Warum ziehst du deine Regenjacke nicht an?’, fragte ich sie. Es dauerte eine Weile, bis sie damit herausrückte: Das bunte Muster gefällt ihr nicht. Alle in ihrer Klasse tragen jetzt einfarbige Jacken. Fast hätte ich laut gelacht. Gestern noch hatte sie nur bunte Sachen. Und plötzlich will sie nichts mehr davon wissen. Was aber sollte ich tun? Es war nicht einfach. Ließ ich sie ohne Jacke hinaus, würde sie sich bestimmt einen Schnupfen holen. Zwang ich sie, die Jacke anzuziehen ...“ „ ... würde sie sie an der nächsten Ecke ausziehen und in ihrem Schulranzen verstecken“, ergänzte ich. Ulla lachte. „Richtig. Waren wir in dem Alter nicht genauso? Da kam mir eine Idee. Ich nahm meine blaue Regenjacke vom Haken. `Meinst du so eine?´, fragte ich Lisa. Sie nickte. `Probier die mal an´, forderte ich sie auf. Schweigend tat sie es; die Ärmel waren zu lang, ich krempelte sie um. Lisa strahlte. `Für heute können wir tauschen´, bot ich ihr an. ‘Später darfst du dir eine nach deinem Geschmack aussuchen.’ Da fiel sie mir um den Hals, gab mir einen Kuss und lief vor Freude hüpfend davon. Ich mußte mich in ihre zwängen.“ Ulla zeigte auf die gelb, blau, rot gemusterte Jacke an meiner Garderobe. „Lisa hat Recht“, befand ich. „Die hätte ich auch nicht angezogen.“ Wir lachten. Kinder haben sehr wohl ihren eigenen Geschmack. Den muss man als Erwachsener respektieren, auch wenn man ihn nicht versteht. Ulla ist jetzt klar, dass sie Lisa bei einer so wichtigen Frage nicht mehr übergehen kann. Auch Canan möchte schon vieles selbst entscheiden und bestimmen. Seit sie in den Kindergarten geht, nimmt sie so viel Essen auf ihren Teller, wie sie will und isst selbständig. Daran musste ich mich erst gewöhnen. Aber jetzt käme es mir seltsam vor, ihr aufzutun, sie zu füttern und zum Essen zu zwingen, wie meine Mutter es bei ihren Besuchen immer wieder tut. Ich versuche sie davon abzuhalten: „Lass sie doch, anne! Canan weiß am besten selbst, wann sie satt ist.“ „Maşallah, was sind die Kinder heutzutage selbständig“, staunt meine Mutter. „Es ist alles eine Frage der Erziehung." erklärte ich ihr, "Wenn man mit dem Kind richtig umgeht, es nicht verwöhnt, entwickelt es sich auch gut.“
Der Fernsehkrieg
Abends kam Oktay nach Hause und wollte die Nachrichten sehen. Im Wohnzimmer aber saß Canan vor einem Zeichentrickfilm. Oktay schaltete um, und prompt brüllte Canan los. Diese Szene war uns nur zu bekannt. Bislang hatte sie stets damit geendet, dass Oktay aufgab und zu mir in die Küche kam. Nun endlich überlegten wir gemeinsam, wie wir vorgehen wollten. Das ist wichtig. Wenn die Eltern verschiedene Meinungen vertreten, verwirren sie das Kind bloß. Nach dem Film riefen wir Canan in die Küche, und ich erklärte ihr die neue Regel: „Du darfst ja fernsehen. Aber wenn deine Sendung zu Ende ist, schaut Papa sich die Nachrichten an. Das ist sein gutes Recht, so wie es dein gutes Recht ist, die Kindersendung zu sehen. Danach spielt er mit dir.“ Canan murrte ein wenig. Doch schließlich überließ sie ihrem Vater den Fernseher und half mir beim Tischdecken. Nach den Nachrichten spielte Oktay wie verabredet mit ihr, bis das Essen aufgetragen war. So läuft das seitdem, wenn auch nicht immer reibungslos. Mal verletzt Canan die Spielregel und will weiter fernsehen, mal schläft Oktay vor dem Fernseher ein, anstatt mit Canan zu spielen. Dann bin ich versucht, den Schiedsrichter zu spielen; aber ich erinnere sie lieber an die Abmachung. An jenem Tag sagte Oktay nach dem Essen: „Wir müssen endlich die Flüge für den Urlaub buchen, sonst bekommen wir nichts mehr.“ „Oktay!“, erwiderte ich. „Jedes Jahr verbringen wir unseren Urlaub bei deinen Eltern. Mögen sie lange leben. Zum Ausruhen kommen wir dabei allerdings nicht. Wir fliegen müde hin, und noch müder kehren wir zurück. Lass uns doch diesmal nach dem Familienbesuch eine Woche Urlaub am Meer machen.“ Wie so oft bei angeregten Unterhaltungen zwischen Oktay und mir meldete sich Canan aus dem Nebenzimmer und rief uns abwechselnd. Oktay holte Papier und Stift und wir begannen, verschiedene Möglichkeiten durchzurechnen: eine Woche Strandhotel oder Ferienwohnung, selber kochen oder Restaurant ... Wiederholt kam Canan herein, mal mit dieser, mal mit jener Frage. Ein ums andere Mal vertrösteten wir sie „Moment noch“, „gleich Schätzchen“ oder „das hier ist ganz wichtig“. Canan ließ sich nicht abweisen und zupfte an uns herum. Als sie schließlich Oktays Kopf ergriff und zu sich drehte, gab er ihr fassungslos eine Ohrfeige. Sekundenlang war es ganz still und wir alle sehr erschrocken. Schließlich weinte Canan leise. Betreten rechtfertigte sich Oktay: “Du hast uns aber auch wirklich genervt.“ Und setzte leise hinzu: “Tut mir leid.“ Ich zog sie auf den Schoß und erklärte ihr: “Wir haben gerade versucht zu klären, ob wir im Sommer eine Woche ans Meer fahren können.“ Canan schluchzte noch einige Male und ich wischte ihr die Tränen weg. „Willst Du nicht deine Buntstifte holen und uns das Meer malen?“ Das ließ sie sich nicht zweimal sagen. „Setz Dich zu mir“, sagte Oktay. Während wir uns weiter berieten, hörte Canan malend zu. Erst nach Tagen wurde uns klar, daß wir ganz mit unseren Überlegungen beschäftigt waren und Canan gar nicht beachtet haben. Für Kinder aber ist es wichtig, ernst genommen und nicht immer abgewimmelt zu werden. Anstatt sie auszugrenzen, sollte man versuchen, sie in das Gespräch einzubeziehen, ihnen eine Aufgabe zu geben oder vorher mit ihnen zusammen überlegen, was sie in der Zeit machen können. Canan hätte es sicher auch geholfen, wenn sie eine Vorstellung gehabt hätte, wie lange wir für unser Gespräch brauchen und was wir anschließend zusammen machen würden. Hinterher ist man halt schlauer! Eines war uns klar: ein Kind kann man nicht mit Ohrfeigen erziehen. Eine Ohrfeige demütigt. Eine Demütigung nützt nichts, aber sie schadet. Achtung vor seinen Eltern und Einsicht entwickelt ein Kind viel bereitwilliger und nachhaltiger, wenn es sich von denen, die es liebt, auch selbst anerkannt und geachtet fühlt. Wir Eltern sind aber keine Heiligen. Es kann durchaus vorkommen, dass wir mal hilflos oder gereizt sind und Gefahr laufen, die Nerven zu verlieren. Oktay und ich nahmen uns für diesen Fall vor, bis fünf zu zählen und dabei tief ein- und auszuatmen. Oder das Zimmer zu verlassen und notfalls ein Kissen an die Wand zu werfen. Das hilft! Noch aber war der Tag nicht zu Ende. Oktay hatte ein Video mitgebracht, das wir uns ansehen wollten, wenn Canan schlief. Sie aber wollte natürlich unbedingt aufbleiben und mit uns den Film anschauen. Was versteht ein kleines Kind von einem Krimi? Es bekommt bloß Angst und träumt schlecht. Es war uns ernst und trotz ihrer Tränen blieben wir dabei. Oktay schlug ihr stattdessen vor, ihr zwei Bilderbücher vorzulesen. Bereits beim zweiten Buch schlief sie - versöhnt mit ihrem Vater - tief und fest ein. Während Oktay bereits ins Wohnzimmer zurückgekehrt war, betrachtete ich die schlafende Canan noch eine Zeit lang und streichelte ihre Stirn. Mein stures, dickköpfiges Töchterchen, dachte ich, bleib, wie du bist. Manchmal machst du uns ganz schön zu schaffen, aber die Geduld und die Mühe, die wir aufbringen müssen, lohnt sich immer. Was wären wir ohne dich?