Titel: Geschichte des ANE
Untertitel:

Rückblick auf 60 Jahre Arbeitskreis Neue Erziehung e.V.

1946 – Arbeitsgemeinschaft für neue Erziehung gegen Diktatur und Krieg
1951 – Vereinsgründung und erste Geschäftsstelle des ANE in Reinickendorf
Die Fünfziger Jahre – Fragen der Schulreform stehen im Mittelpunkt
Die Sechziger Jahre – Hinwendung zum Kleinkind
Die Siebziger Jahre – Jahre gesellschaftlicher Auseinandersetzung
Die Achziger Jahre – Der ANE öffnet sich für Migranten
Die Neunziger Jahre – Der ANE im Umbruch
2006 - Das Jubiläumsjahr

 

1946 – Arbeitsgemeinschaft für neue Erziehung gegen Diktatur und Krieg

Foto von Kindern am zerstörten Ernst Reuter Platz 1945

Eltern und Schulreformer machen sich 1946 in Berlin auf den Weg. Sie wollen dem erzieherischen Gedankengut der Diktatur ein neues, partnerschaftliches Konzept vom Zusammenleben mit Kindern und Jugendlichen entgegensetzen. Die Gründung der Arbeitsgemeinschaft war der Versuch, diese Idee in die Realität umzusetzen und zur Entwicklung demokratischer Verhältnisse in Deutschland beizutragen.

1945 werden von einem der späteren Gründer Albert Gosse bereits erste Kontakte geknüpft zu alten Freunden aus dem Bund der Schulreformer, der Montessori-Gesellschaft, der Kinderfreunde- und Arbeiterjugend-Bewegung.

In der Siedlung der Baugenossenschaft „Freie Scholle“ in Tegel findet am 14. Oktober 1946 die 1. Veranstaltung mit dem Thema statt: „Welchen Anteil hat die alte Lernschule an dem Aufkommen von Diktatur und Krieg?“

Am 23. Oktober 1946 gründet sich die Arbeitsgemeinschaft für neue Erziehung mit dem Ziel, die alte autoritäre Lernschule in eine demokratische Arbeitsschule unter tätiger Mithilfe der Eltern zu überführen. Nach 12 Jahren faschistischer Herrschaft, Indoktrination von Kindern und Jugendlichen, nationalem Größenwahn und selbst geschaffener Isolierung war es ein elementares Bedürfnis der überlebenden Demokraten, am Aufbau einer demokratischen Gesellschaft mitzuarbeiten und zu Demokraten in aller Welt Kontakt aufzunehmen.

Die erste Öffentlichkeitsarbeit beginnt unter den erschwerenden Bedingungen des Hungerns, der Kohlennot und Stromsperren. Veranstaltungen und Gruppen werden organisiert, u.a. auch mit Jugendlichen, über die Notwendigkeit einer neuen Erziehung in der Familie und Schule. Und die ersten Flugblätter werden herausgegeben anlässlich der Wahlen der Elternausschüsse nach Erlass des Gesetzes über die Einheitsschule.

Foto: Schulklasse 40er Jahre

1951 – Vereinsgründung und erste Geschäftsstelle des ANE in Reinickendorf

1951 wird es juristisch möglich sich als Verein zu konstituieren. Aus der „Arbeitsgemeinschaft“ wird der „Arbeitskreis Neue Erziehung e.V.“, Mitglied der deutschen Sektion im Weltbund für Erneuerung der Erziehung (New Education Fellowship) – einer Vereinigung von Schulreformern aus aller Welt.

Aus den Statuten der Gründung:
„Zweck des Arbeitskreis ist es, pädagogisch interessierte Menschen zusammenzufassen, die sich für die Weiterentwicklung der Erziehung als ernstes Anliegen unserer Zeit einsetzen. Diese Erziehung soll gleiche und fördernde Bildungsmöglichkeiten für alle schaffen und den Forderungen und Gesetzen kindlichen und jugendlichen Wachstums folgen. Sie erstrebt dabei neben persönlicher Freiheit und sozialer Verantwortung das friedliche Zusammenleben der Menschen in der Welt.“ (§ 2 Zweck der Satzung vom 15.02.1951)

1951 wird auch das erste kleine Büro im Reinickendorfer Haus der Jugend „Fuchsbau“ eingerichtet. Auch die erste staatliche Zuwendung fließt, zum Ankauf einer Schreibmaschine, eines Vervielfältigungsgerätes und von Einrichtungsgegenständen. Von Anfang an wird festgelegt, dass die Arbeit des Arbeitskreis Neue Erziehung e.V. und die Mitarbeit der Eltern von parteipolitischen Programmen unabhängig gestaltet werden muss. Die Hauptaufgabe in dieser Zeit ist es, alle an der Erziehung Beteiligten über neueste Erkenntnisse der Erziehungswissenschaft zu informieren, um den Rückstand aus der Nazizeit aufzuholen und an Reformen mitzuwirken. Forderungen des ANE e.V. aus dieser Zeit sind:

• Abschaffung der Prügelstrafe
• Abschaffung der Konfessionsschulen
• Einführung der Koedukation
• Einführung der 8-jährigen Grundschule
• Einführung der Mitarbeit der Eltern in der Schule

Die Fünfziger Jahre – Fragen der Schulreform stehen im Mittelpunkt

Foto von Zuhörern bei einer Veranstaltung des ANE kurz nach dem Krieg

In den ersten Jahren wendet sich der Arbeitskreis Neue Erziehung e.V. fast ausschließlich an Eltern von Schulkindern. Bevorzugte Veranstaltungsform ist der Vortrag eines renommierten Referenten mit anschließender Diskussion. Häufig finden sich 80-150 Zuhörer ein, es können aber auch 200 oder 250 Teilnehmer an einem Abend sein. Zwei Hauptthemenbereiche lassen sich unterscheiden: Die Darstellung von Schulproblemen und die Behandlung von Erziehungsproblemen aus psychologischer Sicht.

„Noch vor fünfzig Jahren war es für Kinder unbemittelter Eltern sehr, sehr schwer, "Mittelschul-" oder "Realschulbildung" zu erwerben. Kastengeist und Kostenhöhe stemmten sich dagegen, begabten Schülern ärmerer Schichten die Möglichkeit zum Studieren zu gewähren. Und wurde einem Schüler doch die Möglichkeit eines Studiums geboten, so drückte ihn sein Leben lang das Gefühl, ein Almosenempfänger gewesen zu sein. Die umstürzenden Ergebnisse der letzten Jahrzehnte haben heftig an den Vorurteilen gerüttelt. "Wir spüren Ungerechtigkeit und Unwissenheit nach und beseitigten sie! Das ist der neue Faden, der das Zeitbild immer stärker färbt, an dem mitwirken will der Arbeitskreis Neue Erziehung".
Johannes Lindhorst in „Webstuhl der Zeit“

Forderungen des ANE e.V. in diesen Jahren sind:

• Die Klassenstärke müsste schnell und radikal gesenkt werden.
• Eltern und Lehrer sollten zusammenarbeiten.
• Humane, demokratische Erziehungsprinzipien müssen von jedem Vater und jeder Mutter anerkannt und durchgeführt werden.
• Daher müssen die Eltern bemüht sein, sich selber zu bilden.

Die Sechziger Jahre – Hinwendung zum Kleinkind

Bild des Pelikan-Maskottchens der sog. Peter Pelikan Briefe

Die Idee der Briefe für Eltern stammt aus den USA. Ab 1960 versendet der Arbeitskreis Neue Erziehung die Peter-Pelikan-Briefe mit folgenden Zielen:

• Eltern sollen gute Vorbilder sein.
• Die Kinder sollen ein Gefühl für Geborgenheit in der Familie bekommen.
• Geduldiges Abwarten des natürlichen Wachstums.
• Kinder entwickeln sich unterschiedlich.
• Lernen muss immer vergnüglich bleiben.
• Grenzen sind da und müssen anerkannt werden.
• Jede Art des Verhaltens hat seine Ursache.

Die Arbeit wird damit erweitert. Zu den Schulthemen kommen Erziehungsthemen junger Eltern hinzu.

Sprunghaft steigen auch die Veranstaltungen und Gesprächskreise für Eltern:
1955/56:  53 Veranstaltungen
1961     :  61 Veranstaltungen
1965     :  248 Veranstaltungen

Kleinere Elterngruppen treffen sich jetzt regelmäßig. Einige Themen aus dem Jahre 1966:

• "Wie gewinne ich genügend Zeit für mein Kind?"
• "Sexualerziehung in der Familie in der frühen Kindheit"
• "Angst bei kleinen Kindern"
• "Wir bekommen Besuch mit Kindern"
• "Umwelteinflüsse in früher Kindheit"
• "Das Puppenspiel – eine pädagogische Aufgabe?"

Die Siebziger Jahre – Jahre gesellschaftlicher Auseinandersetzung

Foto von Stellwand aus den 70ern

1971 erweitert der Arbeitskreis Neue Erziehung seinen Namen in „Arbeitskreis Neue Erziehung e.V. für Familie, Schule und Gesellschaft“. Es ist die Zeit heftiger gesellschaftlicher Auseinandersetzungen und Konflikte: „Bildungsnotstand - Terror aus den Kinderläden - Förderung statt Auslese – Radikalenerlass – Wohngemeinschaften - Emanzipatorische Erziehung“ sind einige Schlagworte dieser Zeit.

Neue politische Aktivitäten werden entwickelt, in denen der ANE in Koalition mit anderen Vereinigungen und Interessenverbänden unmittelbar Einfluss auf die Schulpolitik in Berlin nimmt. Zusammen mit der GEW, dem Landeselternausschuss in Berlin und anderen Elterninitiativen werden z.B. Grundschultage (1973) durchgeführt, Stellungnahmen zum Schulverfassungsgesetz (1974) herausgegeben, eine Kampagne gegen Klassenauflösungen (1976) initiiert. In der Reihe „Tips für Elternvertreter“ werden Elternvertreter für ihre Arbeit in Kindertagesstätten und Schulen ermutigt und gestärkt.

"Das gesellschaftliche Leitbild des Arbeitskreises ist das der sozialen Demokratie (…). Soziale Demokratie ist eine Gesellschaft, die ein Höchstmaß an sozialer Gleichheit, sozialer Gerechtigkeit und sozialer Toleranz verbindet. Die soziale Bindung hat Vorrang vor der Ausschöpfung der individuellen Entfaltungsmöglichkeiten. Der Zielkonflikt der sozialen Demokratie zwischen individueller Entfaltung und sozialer Gleichheit ist nicht aufhebbar. Viele der Aktivitäten und der Diskussionen im Arbeitskreis dienen der Ermutigung zur Wahrnehmung demokratischer Rechte der Eltern und der Kinder. Demokratie will gelernt sein. Die Veränderung von hergebrachten hierarchischen Verhältnissen, wie sie heute vor allem in der Bürokratie weiterleben, in ein demokratisches Miteinander – vielleicht auch in ein gelegentliches geregeltes Gegeneinander hat sich als mühsamer Lernprozess für alle herausgestellt.“  (Erich Frister, 1. Vorsitzender des ANE 1972)

In diesen Jahren wächst auch die Geschäftsstelle – jetzt am Kurfürstendamm 67. Eine Familienberatungsstelle wird eingerichtet und der Versand der Elternbriefe nimmt weiter zu.
Allein in Berlin werden von 1974 bis 1981 2,4 Mio. ELTERNBRIEFE verteilt, im gesamten Bundesgebiet über 20 Mio.

Foto von Schautafel aus 70ern: Wir mischen uns ein

Der ANE setzt sich in den siebziger Jahren ein:

• Für die Ausweitung und Konkretisierung  der Elternrechte in der Schule.
• Für kleine Klassen in der Grundschule.
• Für eine Verbesserung des Unterrichts für Ausländerkinder und Unterricht in der Muttersprache.
• Für eine kindergerechte Grundschule.
• Gegen ein zu frühes Leistungstraining der Fünfjährigen.
• Gegen die Pläne zur Errichtung weiterer grundständiger Gymnasien in Berlin.
• Empfehlungen zur Wohnungsversorgung für Familien mit Kindern in Berlin.

Mit besonderem Engagement hat sich der Arbeitskreis Neue Erziehung immer wieder für Frieden und Völkerverständigung eingesetzt. Das ist aus seiner Tradition heraus nur zu verständlich. Immer werden Eltern auf die Problematik von Kriegsspielzeug hingewiesen, Bücher empfohlen und zur Friedenserziehung gemahnt.

Die Achziger Jahre – Der ANE öffnet sich für Migranten

Foto von Kooperationszentrum Gropiusstadt

In den Achtziger Jahren sind die Themenfelder breit gestreut: Friedenserziehung, Umwelterziehung, Schulreformdebatten, Fragen der Gemeinschaftserziehung, Integration von behinderten Kindern und die Integration von Eltern nicht deutscher Herkunft in die ANE-Arbeit, aber auch der ganz alltägliche Erziehungsalltag mit Kindern.

Neben den regelmäßigen Veranstaltungen für deutsche Eltern treffen sich in dieser Zeit im ANE immer häufiger griechische, spanische, jugoslawische und später auch türkische Eltern. Der ANE unterstützt die Arbeit von Migranteneltern als eine erste Anlaufstelle mit Veranstaltungen, Know-how und konkreter Projektarbeit. Für türkische Eltern wird ein Hörcassettenprogramm entwickelt und der Türkischen Elternverein Berlin wird in seiner Gründungsphase begleitet.

Foto von Kindern im Kooperationszentrum Gropiusstadt

1980 wurde die Entwicklungsarbeit an den neuen SCHULBRIEFEN abgeschlossen.
Jede Berliner Grundschule kann kostenlose Exemplare entsprechend der Schülerzahl abrufen. Das ist bis heute so. Über 90 % aller Berliner Grundschulen machen hiervon regelmäßig Gebrauch.

Erziehung von kleinen Kindern ist auch in diesem Jahrzehnt ein wichtiges Thema.

Erziehungsziele, wie sie in den vom ANE als Modelle von Gemeinschaftserziehung in dieser Zeit unterstützten Kindergruppen formuliert werden:
• Selbständigkeit
• Urteils- und Kritikfähigkeit
• Fähigkeit, Konflikte zu lösen
• Abbau von Konkurrenzverhalten
• Fähigkeit, die Bedürfnisse von anderen zu erkennen
• gleiche Erziehung beider Geschlechter
• Abbau von Angst (z.B. vor der Schule)

Das Archiv-Material im oberen Teil der Seite wurde von der Firma BQ-Nord (www.bqnord.de) aufbereitet.

Die Neunziger Jahre – Der ANE im Umbruch

In den Neunziger Jahren stellt sich der Arbeitskreis Neue Erziehung e.V. auf turbulente Zelten ein. Die Umbruchsituation in Deutschland, Europa und der ganzen Welt wird sowohl kritisch wie auch als Chance und Herausforderung begriffen.

Es ist das "Jahrzehnt des Geldes und des Marktes", im Positiven wie im Negativen. Die Zuwendungen fließen nicht mehr so selbstverständlich, der Bedarf an Elternbildungsmaßnahmen aber wächst. Viele Jahre lang beschäftigt sich der ANE damit, wie er in der Arbeit dem Motto "Erziehung zur Demokratie" treu bleibt und sich gleichzeitig zu einem sozialen "Unternehmen" am Markt entwickelt, das in Konkurrenz zu anderen Gelder für Projekte einwerben muss. Aus Eltern und Geldgebern werden „Kunden“, aus Öffentlichkeitsarbeit wird „Akquise und Marketing“. Der ANE expandiert trotz Kürzungen, vor allem in den neuen Bundesländern, im Themenfeld Neuen Medien und mit seinen Angeboten für Eltern nicht-deutscher Herkunft. Das Zusammenwachsen in Europa nutzt der ANE, Kontakte und Kooperationen mit anderen europäischen Ländern aufzubauen und neue länderübergreifende Projekte zu entwickeln.

1996 werden im ANE die ersten Computer-Arbeitsplätze geschaffen, 1999 wird der ANE-Internetauftritt realisiert, mit dem hochgesteckten Ziel wegweisend und Markführer für Elternbildung in diesem Feld zu werden.

Im ersten Internetauftritt werden auch die Ziele des ANE dargestellt:

Gesellschaftliche Teilhabe. Einen Schwerpunkt unserer Arbeit sehen wir in der Unterstützung all derjenigen, die als Kinder, Jugendliche oder Eltern an gesellschaftlicher Teilhabe gehindert werden, die sich z.B. in schwieriger sozialer Lage befinden oder einer der vielen Minderheiten angehören, die in Deutschland leben. In Zukunft setzen wir uns besonders für die Verwirklichung von Kinderrechten ein: Demokratische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen soll nicht auf Familie und Schule beschränkt bleiben, sondern im gesamten gesellschaftlichen Leben ihren Platz haben.

Interkulturelle Erziehung. Demokratische Erziehung schließt interkulturelle Erziehung ein. Schon seit vielen Jahren und auch in Zukunft arbeiten wir daran, interkulturelle Kompetenzen zu fördern. Im Alltag Wege zu finden, wie Kinder und Eltern in Europa und darüber hinaus friedlich und in gegenseitigem Respekt zusammen leben und voneinander lernen können, empfinden wir für die nächste Zeit als eine der größten Aufgaben, die uns begeistern.

Sprachrohr und demokratisches Forum für Eltern. Der ANE bietet Eltern ein Forum, aktiv an gesellschaftlichen Prozessen teilzunehmen und individuell oder gemeinschaftlich Elterninteressen zu artikulieren und zu vertreten. Elterninteressen werden bisher meist als Sonderinteressen von oft nicht lange bestehenden und versprengten Initiativgruppen vertreten.
Der ANE hat das Vertrauen vieler Eltern. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, künftig zu einer Einrichtung zu werden, die Interessen von Eltern bündelt und als Sprachrohr für Eltern in der Öffentlichkeit wirkt. Dafür werden wir zusammen mit vielen Eltern Wege finden und neue Strukturen der Lobbyarbeit für Kinder und Eltern entwickeln.

Dienstleistungen und Markt. Der Arbeitskreis Neue Erziehung e.V. bietet überwiegend Dienstleistungen an, die mit öffentlichem Geld gefördert werden. Öffentliche Mittel fließen jedoch weniger und weniger zuverlässig. Wir arbeiten daran, mit unseren Angeboten besser und unabhängiger zu werden. Denn unsere Angebote sind einmalig. Sie haben das Gütesiegel "Mit Eltern - für Eltern".

Neue Medien. Die rasante Entwicklung der Telekommunikation verändert die Medienlandschaft grundlegend, in der auch der ANE ein Anbieter ist. Bedürfnisse und Formen der Kommunikation verändern sich. Kommunikation im Datennetz wird so alltäglich wie telefonieren. Der ANE wird seine Angebote diesen veränderten Bedürfnissen und Bedingungen anpassen.
Wir wollen mehr als nur allgemein ersichtliche Trends nachvollziehen; wir wollen für den Aspekt "Zusammenleben von Kindern und Erwachsenen" die Spielregeln der Kommunikation im Netz auf der Grundlage der ANE-Zielsetzung mitgestalten.“

2006 – Das Jubiläumsjahr

Der Begriff  ELTERNBRIEFE ist zu einem Markenzeichen geworden. Viele kennen den Verein ANE e.V. nicht, aber der „Elternbriefverein“ ist ihnen ein Begriff. Manche Eltern kennen die Briefe schon in der 3. Generation, vor allem in den Westbezirken von Berlin, in denen es mit der Gründung und engagierten, ehrenamtlichen Arbeit der „übriggebliebenen Demokraten“ begann. Viele Eltern sind daher auch nicht mehr Mitglied im klassischen Sinne des Vereinsrechts, fühlen sich aber den Werten einer Erziehung zur Demokratie und dem „Elternbriefverein“ verpflichtet.

Foto: Internationaler ANE-Workshop 2005

Internationaler ANE-Workshop 2005

Das Demokratieverständnis der Gründerinnen und Gründer - gegenseitige Achtung und Toleranz, Interessenausgleich und Konfliktregulierung - prägt die Arbeit des ANE bis heute: Der ANE unterstützt Eltern dabei, ihre Kinder zu selbstbewussten und wachen Mitgliedern einer demokratischen Gesellschaft zu erziehen, die ihr Gegenüber respektieren und bereit sind, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Angesprochen sind alle Eltern, unabhängig von ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft.

Internationaler ANE-Workshop 2005

Internationaler ANE-Workshop 2005
Cecilia Garcia von Connect for Kids
Gundel Hessemer und Christian Schoenfelder vom ANE

"Mit Eltern - für Eltern" - die Angebote des ANE zielen auf Dialog: Eltern und alle diejenigen, die sich für Kinder und Eltern einsetzen, kommen miteinander ins Gespräch.

 

 


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