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MitarbeiterInnen-Workshop im ANE ANE – MitarbeiterInnen auf den Spuren der Vereinsgründer „ERZIEHUNG ZUR DEMOKRATIE – heute so aktuell wie damals“ war Ausgangsthese und Ergebnis des Workshops von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ANE. Die dokumentierten und mündlich überlieferten Berichte und Schilderungen über die Gründerjahre des ANE wurden vor allem von den „jüngeren“ MitarbeiterInnen interessiert aufgenommen. Besonders beeindruckte das große Engagement und der Optimismus, mit denen sich die Gründungsväter und -mütter des ANE daran gemacht hatten, eine neue, demokratische Zukunft für Eltern und Kinder aufzubauen. Dass sie sich unter widrigsten Bedingungen, als Berlin in Schutt und Asche lag und es für viele ums bloße Überleben ging, für eine Erziehung zur Demokratie einsetzten, zeigt, wie kostbar ihnen Werte wie Achtung, Menschenwürde, Kritikfähigkeit und friedliches Aushandeln von Konflikten waren. „Das meiste, was die Menschen damals beschäftigt hat, ist auch heute noch immer aktuell“, bemerkte Kris Golisch, Mitarbeiterin im Projekt „BundesweitesElternNetz“. Was „demokratische Erziehung“ jedoch für die zukünftige Arbeit „in einer sich beschleunigt verändernden Welt“ bedeutet, welche Werte heute und morgen unser Miteinander bestimmen, war nicht einfach zu fassen. Egal, an welchen Projekten die einzelnen Kolleginnen und Kollegen gerade arbeiten - man war sich einig: „Das Ende der Eindeutigkeit“ ist gekommen. Statt eindeutiger Antworten gab es daher zunächst einmal Fragen: - Wie erreichen wir die 30% der „sozial schwachen“ Familien, die sogenannten bildungsfernen Schichten, die von demokratischer Teilhabe oft ausgeschlossen sind, die keine Perspektiven haben, die zu aktivem Einmischen motivieren würden, in denen statt friedlichem Aushandeln von Interessen manchmal Gewalt an der Tagesordnung ist? Besonders lebendig wurde die Diskussion, als es darum ging, was „Erziehung zur Demokratie“ für jeden Einzelnen ganz persönlich bedeutet. Die Antworten bilden eine gemeinsame Plattform für die Zukunft:
„Jemandem das Gefühl zu vermitteln, respektiert zu sein, auch wenn er anders denkt als ich - als Grundlage dafür, dass er auch andere respektieren kann.“ (Gisela Steppke-Bruhn)
„Respekt anderen Kulturen gegenüber, Öffnung hin zu europäischen Maßstäben.“
„Erziehung zum freien Denken.“(Christian Nowka)
„Erziehung zu selbstständigem Denken und Handeln.“(Hildegard Lierow)
„Verständnis mitbringen – Rechte bewahren – weiter lernen.“(Raafat Matar)
„Kindern einen wertschätzenden Umgang im Miteinander zu vermitteln.“
„Erziehung zur Selbstachtung, respektvoller Umgang mit Menschen aller Nationen und jeden Alters.“(Angelika Franz)
„Anerkennung der Eltern- und Kinderrechte führt zu einem fairen Aushandeln von Interessen und Konflikten.“(Christian Schoenfelder)
„Kinder als gleichwertigen Partner zu akzeptieren und zu behandeln: ein respektvolles Umgehen in der Familie.“(Elisabeth Heinrich)
„Aushandeln – nach win-win-Lösungen suchen.“(Helga Baumann)
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