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NiC: Das Netzwerk interkulturelle Kommunikation Ein Kreis schließt sich - Vom Eltern-Gesprächskreis zum Netzwerk interkulturelle Kommunikation Werkstattgespräch für ANE-MitarbeiterInnen am 18. Mai 2006 Vor sechzig Jahren trafen die Gründungsmütter und -väter des ANE in einer privaten Wohnung zusammen und überlegten in nächtelangen Gesprächen, wie – nach Weltkrieg, Faschismus und Diktatur – eine neue, demokratische Gesellschaft aufgebaut werden könnte. Gemeinsam mit anderen Eltern setzten sie sich für demokratische Strukturen in der Schule ein, für die Einführung von Elternmitbestimmung, die Abschaffung der Prügelstrafe, Koedukation und gleiche Bildungschancen für alle Kinder. Auf einer alten Schreibmaschine wurden Einladungen für Elterngesprächskreise geschrieben und auf Matritzen vervielfältigt. Fast sechs Jahrzehnte später begann im ANE das Projekt „Netzwerk Interkulturelle Kommunikation“. Mit modernen technischen Mitteln wurde eine neue, virtuelle Form von Erfahrungsaustausch und Interessenartikulation installiert. Nicht anders als zur Gründungszeit ging es um Chancengleichheit und Teilhabe aller an der Gesellschaft – unabhängig nicht nur von der sozialen, sondern auch der ethnischen Herkunft. Wie im realen Leben braucht man zum Erfahrungsaustausch einen Treffpunkt, eine Adresse. Das Internetportal www.aktiv-fuer-kinder.de wurde eingerichtet, eine Plattform für Eltern und andere, die sich für Kinder engagieren. Gefördert durch die Bernard van Leer Stiftung in Den Haag werden im monatlichen Wechsel aktuelle Themen aufgegriffen, „best - practice“ - Beispiele veröffentlicht und Meinungen, Erfahrungen oder Fragen von Eltern und Fachleuten ins Netz gestellt. Das Jubiläumsjahr haben wir zum Anlass genommen, uns nicht nur Rechenschaft zu geben über die Außenwirkung des Projekts, sondern auch über seine Wirkung nach innen. Wie hat NiC uns und unsere Arbeit verändert? Gundel Hessemer (Geschäftsführerin): „Durch NiC ist Europa viel stärker in den Blick des ANE gekommen. Unser internationaler Workshop im letzten Sommer hat mich da sehr bestärkt: Die Arbeit der osteuropäischen Kolleginnen hat mir besonders imponiert und es sind dauerhafte Kontakte entstanden. Für mich ist das Thema „Demokratie leben“ mit Blick auf Europa und mit Blick auf alle Kinder in Europa aktueller denn je.“
Gisela Steppke-Bruhn (Elternbriefe): „Durch die Beschäftigung mit der ANE-Geschichte ist mir klar geworden, dass wir mit NiC im Grunde wieder zurückkommen zu den alten Wurzeln. Wir haben uns ja im Laufe der Jahre eher zu einer Art Dienstleistungsbetrieb entwickelt, der Serviceleistungen für Eltern entwickelt. Mit NiC wird der alte Vereinsgedanke wieder belebt, Eltern zu aktivieren.“
Elisabeth Heinrich (BEN - BundesweitesElternNetz): „Am Anfang war für mich BEN einfach eine Datenbank wie andere auch. Durch die Einbindung in NiC und im Laufe der bundesweiten Ausweitung ist mir klar geworden, dass wir besonderen Ansprüchen gerecht werden müssen und wollen: Wir bieten Eltern nicht einfach irgendetwas an, was sie konsumieren sollen. Die Angebote müssen bestimmten Qualitätsmerkmalen genügen und es geht immer auch darum, Eltern zu aktivieren und zu vernetzen. Durch unsere engen Kontakte zu Eltern und Anbietern wollen wir erreichen, dass sich die Angebote für Eltern qualitativ verbessern.“ Wie geht es weiter mit NiC? Wie wird sich unsere Arbeit verändern?Die neue Qualität der aktuellen Projektphase wird darin bestehen, den ANE mit anderen Eltern und Elternorganisationen zu vernetzen und deren Austausch untereinander zu organisieren. Durch eine neue technische Ausstattung des Portals werden all die Möglichkeiten genutzt werden können, die heute für einen interaktiven Dialog bestehen, zum Beispiel Diskussionsforen, Kommentare, Abstimmungen zu kontroversen Fragen, Chats oder Weblogs. Dadurch können wir unser Ziel realisieren, Eltern eine Stimme zu geben.
Hildegard Lierow (Elternbriefe/Schule):“In NiC spiegelt sich die gesamte Arbeit des ANE wieder. Wir müssen die verschiedenen Aktivitäten zusammenbringen und über unsere jeweiligen Projekt-Tellerränder gucken. Eine Aufgabe wird sein, das, was wir in den einzelnen Projekten an Erfahrungen und Wissen angesammelt haben, stärker mit NiC zu verknüpfen.“
Cordula Klaffs (Interkulturelle Familienberatung):„ Durch NiC bekomme ich mit, wohin der ANE steuert. Ich hätte große Lust, mich aktiver am ANE-Geschehen zu beteiligen und mehr aus unserer Projektarbeit in NiC einzubringen. Leider lässt die Art der Arbeit in unserer Abteilung dafür zu wenig Raum. Sie müsste anders strukturiert und die Gewichte anders gesetzt werden.“
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